Die Wahl zwischen FDM und Harzdruck beginnt beim Einsatzzweck des fertigen Teils. FDM extrudiert Thermoplastfilament schichtweise und liefert mechanisch belastbare Teile mit breiter Materialauswahl und einer Kostenstruktur, die vom Einzelprototypen bis zur kurzen Produktionsserie sinnvoll ist. SLA und Harzdruck härten flüssiges Photopolymer mit UV-Licht aus, was eine Auflösung und Oberflächenqualität ergibt, die FDM nicht erreicht. Für filigrane Geometrie, Details unter einem Millimeter und Teile, bei denen die Oberfläche entscheidend ist, ist Harzdruck die richtige Wahl. Für Strukturbauteile, Vorrichtungen, Gehäuse und alles, was Handhabung und Belastung standhalten muss, deckt FDM den Großteil der Anforderungen ab. Die Entscheidung ist aus dem Design allein nicht immer offensichtlich: Ein Teil kann am Bildschirm nach einem Harzdruckjob aussehen, macht aber nach Materialanforderungen, Nachbearbeitung und Stückzahl im FDM mehr Sinn. Das klären wir zu Beginn jeder Anfrage, und wir sprechen es direkt aus, wenn ein Verfahren klar besser geeignet ist.
Vorbereitung und Nachbearbeitung
Die Druckvorbereitung bestimmt das Ergebnis, und sie ist der Schritt, bei dem am leichtesten gespart wird. Die Bauteilausrichtung auf der Bauplatte beeinflusst Schichthaftung, Oberflächenqualität auf sichtbaren Flächen und ob Stützen so gesetzt werden können, dass sie sauber entfernt werden können. Stützstrategie bedeutet mehr als ausreichend Material zu platzieren: Stützen müssen entfernbar sein, was Geometrie der Kontaktpunkte, Dichte und Abreißwinkel erfordert. Die Nachbearbeitung variiert je nach Verfahren: FDM-Teile brauchen Stützenentfernung und leichte Oberflächenpflege; Harzteile erfordern UV-Nachbelichtung, IPA-Waschung und präzises Timing beim Post-Cure, das die mechanischen Eigenschaften beeinflusst. Wir übernehmen die gesamte Vorbereitung und kommunizieren die Ergebnisse direkt. Wenn ein Design Stellen hat, die wahrscheinlich Probleme machen, sprechen wir das vor dem Druck an.
Ausstattung und Arbeitsweise
Wir betreiben FDM-Drucker von Prusa sowie Harzmaschinen in verschiedenen Bauvolumina, von kleinen Präzisionsbauteilen bis zu Teilen mit bis zu 250 mm in jeder Achse. Toleranzen, Schichthöhen, Füllmuster und Materialwahl werden in dem besprochen, was sie für das fertige Teil bedeuten, nicht in technischem Kurzsprech. Ist das Ziel ein produktionsreifes Bauteil, bauen wir darauf hin. Ist das Ziel ein Passform-Testdruck vor dem Einsatz eines aufwendigeren Verfahrens, passen wir den Prozess entsprechend an. Serienprojekte werden pro Teil mit Blick auf die Stückzahl kalkuliert. Einzelprototypen erhalten dieselbe Vorbereitungssorgfalt wie größere Aufträge, weil das Teil trotzdem funktionieren muss.